Schottwanddichtung für eine Pumpenantriebswelle

Problem und Herausforderung:

Ölvorkommen in der Tiefsee können nicht mit Bohrinseln erschlossen werden. Hier kommen FPSO-Ölförderschiffe zum Einsatz (FPSO= Floating Production, Storage and Offloading Vessel). Über flexibel am Meeresgrund in Förderköpfen verankerte Leitungen wird das Rohöl auf das FPSO-Schiff gepumpt und durchläuft dort verschiedene Raffineriestufen. Das Rohöl wird von Gas, Wasser und Feststoffen getrennt und bis zum Abtransport gelagert. Die Förderpumpen befinden sich zusammen mit weiteren Pumpen für explosive Stoffe in einem Schott. Der elektrische Antrieb der Förderpumpe befindet sich im angrenzenden Schott mit einer durch die Schottwand geführten Antriebswelle. Für diese Wellendurchführung hat der australische Betreiber eine aufgrund des Bauraums kompakte kurzbauende Dichtung gefordert, die einfach montierbar ist, den Maschinenraum vor dem Eintritt explosiver Gase schützt und im Havariefall auch unter Wasser funktioniert.

Lösung von EagleBurgmann Espey:

Die eingesetzten Wettbewerbsdichtungen wiesen durchschnittlich eine Lebensdauer von 3 Monaten auf. Der Betreiber des Ölförderschiffs forderte EagleBurgmann Espey auf, eine Dichtungslösung anzubieten, die eine Laufzeit von mindestens einem Jahr aufweist. Für die Anforderungen des Betreibers wählte Espey eine Espey® WDKS mit Sperrgasanschluß, einer Baulänge von nur 50 mm und geteiltem montagefreundlichem Gehäuse aus, die für einen Druck von 2,1 bar, eine Temperatur von 50 °C und eine Drehzahl von 3550 min-1 ausgelegt ist und auch unter Wasser funktioniert. Als Sperrgas wird vorhandene Luft verwendet, um die Kosten für eine zusätzliche Sperrgasversorgung minimal zu halten. Die Dichtungslösung ist langlebig, wartungsfrei und kompensiert Wellenbewegungen. Die Dichtung wurde im September 2008 installiert und läuft bis heute ohne Reparaturaufwand.

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